Mit Datum vom 28.09.2007 ist ein Versaeumnisurteil des Amtsgerichts Hohenschoenhausen gegen zwei Zuechter von Shar-Pei-Hunden aus dem Raum Berlin ergangen.

Die beiden Zuechter wurden als Gesamtschuldner verurteilt, dem Klaeger einen Teil des Kaufpreises des Hundes in Hoehe von 1000,00 EUR, sowie Tierarztkosten in Hoehe von 599.20 EUR nebst Zinsen zu zahlen.

Dem Urteil liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

Mit Kaufvertrag vom 29. August 2005 erwarb der Klaeger von den Beklagten aus dessen gemeinsamen Zuchtbestand einen Hundewelpen der Rasse „Chinese Shar Pei“ zu einem Kaufpreis von 1.500,00 EUR. Bereits bei den Vertragsverhandlungen fiel dem Klaeger auf, dass der Welpe am rechten Auge am unteren Lid eine Narbe aufwies. Auf Nachfrage des Klaegers erklaerten die Beklagten, dass diese den Welpen bereits in der zweiten Lebenswoche „getackt“ hatten, dies aber nur eine temporale Vorsorgemassnahme gewesen sei.

Der Klaeger wurde angesichts dieses Befundes misstrauisch und erklaerte gegenueber den Beklagten, dass das Tier fuer seine geplante Hobbyzucht geeignet sein muesse, also frei von Erbkrankheiten wie „Kongenitalen Entropium“ und anderen genetischen Dispositionen sein sollte. Die Beklagten versicherten dem Klaeger, dass das Tier keine Erbkrankheiten haette.

In der Folgezeit mussten wegen der eingerollten Augenlider des Tieres jedoch vier aerztliche Eingriffe vorgenommen werden. Am 3. August 2006 wurde das Tier sogar an beiden Augen operiert. Der behandelnde Tierarzt diagnostizierte die Erbkrankheit „Kongenitales Entropium“ und die Erbkrankheit „Generalisierte Demodikose“. Fuer die erforderlichen Behandlungsmaßnahmen des Hundes hat der behandelnde Tierarzt dem Klaeger Kosten in Hoehe von EUR 599,20 in Rechnung gestellt.

Der Klaeger minderte daraufhin gegenueber den Beklagten den Kaufpreis um 1.000,00 EUR und verlangte zusaetzlich die Erstattung der Tierarztkosten von den Beklagten. Trotz mehrmaliger Aufforderung wurde jedoch keine Zahlung geleistet. Daraufhin wurde geklagt und es erging ein Versaeumnisurteil mit dem oben benannten Inhalt zugunsten des Klaegers.