Ektoparasiten sind Schmarotzer, die auf Kosten anderer Lebewesen auf und in deren Haut leben. Sie richten je nach Intensitaet und Dauer des Befalls erhebliche direkte und indirekte Schadwirkungen bei unseren Hunden an.

Ektoparasiten sind nicht nur Vampire, die sich Blut saugend Nahrung verschaffen. Hier ist zwischen den Parasiten zu unterscheiden, die staendig auf dem Wirt leben und den Schmarotzern, die das Blut und/oder Koerperzellen zur Nahrungsaufnahme oder fuer die Entwicklung der Brut benoetigen.

Durch Uebertragung von Mikroorganismen (pathogener Organismen) werden Krankheiten vermittelt, wie z.B. Borreliose, Babesiose, FSME und aber auch Bandwuermer (Fuchsbandwurm).

Alle Ektoparasiten gehoeren zur Familie der Arthropoden und unterteilen sich in Insekten (sechsbeinig) oder Spinnentiere (achtbeinig).

Floehe, Haarlinge, Laeuse, Muecken und Fliegen zaehlen zu den Insekten.

Zecken und Milben gehoeren der Familie der Spinnentiere an.

Hauufig wird ein massiver Befall mit Ektoparasiten durch eine Immunschwaeche nach einer voran gegangenen Erkrankung und/oder der Befall mit Endoparasiten beguenstigt. Das Immunsystem kann auch durch Stress und hormonelle Stoerungen geschwaecht sein und einen Befall beguenstigen. Wie auch unguenstige Lebensumstaende des Hundes, z. B. mangelhafte Ernaehrung, Pflege und Haltung des Tieres eine massive Besiedlung mit Endoparasiten fuehren koennen.

Zum Beispiel verursachen Demodexmilben (Haarbalgmilben) beim Hund oft eine therapieresistente tiefe Pyodermien. Bei der „generalisierten Demodikose“ stecken sich die Welpen immer bei der Zuchthuendin (Mutter) in den ersten drei Tagen an. Die Milben lassen sich ausser im subkutanen Bindegewebe auch in den Lymphknoten oder in der Milz wiederfinden.

Grundsaetzlich fuehren Ektoparasiten zu spezifischen dermatologischen Problemen, die akut wie chronisch verlaufen koennen.

Eine Diagnose laesst sich nur durch genaue Betrachtung der Haut und des Felles auf Hinweise der Parasiten erstellen. Meist ist die Zuhilfenahme einer Lupe oder Mikroskopes noetig. Kahle Hautstellen, starker Juckreiz, Ekzeme, Eier (Nissen) oder Kotablagerungen (Floh) koennen bei der Diagnose wichtige Anhaltspunkte liefern. Bei Parasiten, die in der Haut leben, ist es notwendig ein Hautgeschabsel, -biopsie oder eine Haarprobe zu entnehmen und untersuchen zu lassen.

Therapeutisch gesehen, muss in jedem Fall zuerst der Parasit, bekaempft  (getoetet) werden, gegebenenfalls mit chemotherapeutische Massnahmen!
 
 
 
 
 
Hanspeter Kobold
Februar 2008
 
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