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BZ
Samstag, 17.12.05 | 17:48 Uhr

Welpen für Pelzmäntel gehäutet!

Hundefelle aus China kommen in Deutschland als "asiatischer Wolf" auf den Markt


In einen engen Drahtkäfig eingepfercht warten diese Hunde auf ihren Tod
Foto: PETA/Karremann

PEKING - Es sind Bilder, die niemand sehen soll: Welpen, die totgeknüppelt werden, Katzen, die sich gegenseitig im Käfig zerquetschen, Männer, die jaulende Hunde mit Drahtschlingen erdrosseln.
Die Tierschutzorganisation Peta deckte jetzt auf, daß Hunde- und Katzenfelle aus China in ganz Europa als Edelpelze verkauft werden. Tierschutzvorschriften, Mitleid oder gar Moral spielen dabei keine Rolle.

Auf einem Tiermarkt in Guangzhou, in Südchina, haben die Tierschützer die Grausamkeiten dokumentiert: Katzen und Hunde in Käfige eingepfercht, einige verendet, andere mit offenen Wunden. Viele waren tagelang in überfüllten Lkw quer durch das ganze Land gefahren - ohne Futter, ohne Wasser. Beim Entladen wurden die Käfige drei bis vier Meter tief geworfen, die verstörten Tiere erlitten Brüche, starben.
Peta geht davon aus, daß Millionen Hunde und Katzen in China auf diese Weise zu Tode gequält werden. Katzenfell kommt dann als "Bergkatze" oder "Maopee", Hundefell als "asiatischer Wolf" oder "Waschbär" in Europa auf den Markt.
Ein Peta-Ermittler: "Viele Tiere, die wir sahen, trugen noch Halsbänder." Sie waren einmal geliebte Haustiere, bevor sie geraubt, totgeschlagen und zu Mänteln oder Taschen verarbeitet wurden.


PETA - BERICHTE

China’s schockierender Hunde- und Katzenfellhandel

Als PETA kürzlich mit Manfred Karremann nach China flog, um das zu zeigen, was die Pelzindustrie verzweifelt zu verbergen versucht,, waren sogar unsere Veteranen unter den Ermittlern über das, was sie da sahen, völlig entsetzt. Millionen Hunde und Katzen werden in China totgeknüppelt, ausgeblutet und mit Drahtschlingen erdrosselt, um aus ihrem Fell Besätze und Firlefanz zu machen.
In Europe wird Katzenfell häufig als “maopee”, “Bergkatze”, “goyangi” oder “genotte” vermarktet. Hundefell etikettiert man als “asiatischer Wolf” “asiatischer Waschbär”, “Dogue de Chine” oder “Loup d’Asie.”
Wenn Sie Pelz tragen, können Sie niemals sicher sein, in wessen Haut sie da stecken.

PETA ging auf den Tiermarkt in Guangzhou, in Südchina, und fand dort Katzen und Hunde vor, die in winzigen Käfigen, sichtlich erschöpft, dahinvegetierten. Einige waren schon tagelang in Transport-LKWs auf den Straßen unterwegs gewesen, ohne Futter oder Wasser, zusammen gepfercht in instabilen Maschendrahtkäfigen. Man quetscht bis zu zwanzig Katzen in einen einzigen Käfig. Der Transport geht kreuz und quer durchs Land über Tausende von Kilometern ohne jeglichen Zugang für die Tiere zu Futter oder Wasser. Wir sahen tote Katzen oben auf den Käfigen, sterbende Katzen in den Käfigen, und Katzen mit offenen Wunden. Manche Tiere waren lethargisch oder verängstigt, andere kämpften miteinander, zum Wahnsinn getrieben in dieser drängenden Enge.
Bis zu 8.000 Tiere lädt man auf einen einzigen LKW, die Käfige werden dabei übereinandergestapelt. Käfige mit lebenden Tieren werden gewöhnlich beim Entladen einfach von ganz oben vom LKW 3-4 Meter nach unten geworfen, wobei Tieren die Beine brechen, wenn der Käfig so hart auf den Boden aufschlägt. Viele der Tiere, die wir sahen, trugen noch Halsbänder, ein Zeichen dafür, dass sie jemandes Haustier waren, gestohlen, um aus ihnen Pelze zu machen.

Was Sie tun können:

Vor allem eins: kaufen Sie keinen Pelz. Katzenfell wird für alles Mögliche benutzt, für Dekofiguren, Skistiefel und Handschuhe, Besatz an Parkas und sogar ganze Mäntel. Da die Etiketten vorsätzlich irreführend sind, könnte es passieren, dass Sie durch den Kauf von Pelz—egal welchen—zum Leiden von Hunden und Katzen in China beitragen.

Bitte schreiben Sie an den chinesischen Botschafter in Berlin und appellieren Sie an ihn, ein Tierschutzgesetz zu verabschieden, dass die grausame Handhabung von Hunden, Katzen und anderen Tieren auf den Märkten und während des Transportes verbietet.

Schreiben Sie an die
Chinesische Botschaft Berlin
Botschafter Ma Canrong
Märkisches Ufer 54
10179 Berlin
Tel: 030-275880
Fax:030-27588 221

Schreiben Sie an den EU-Kommissar für Gesundheit und
Verbraucherschutz, Marcos Kypriano und bitten Sie Ihn, ein
EU-Importverbot für Hunde- und Katzenfell zu verabschieden.:
EUROPEAN COMMISSION
DG Health and Consumer Protection
B-1049 BRUSSELS
mail: sanco-info@cec.eu.int